Meditation - Leben im Sonnenstrahl


"Gestirnter Himmel über mir - Staunen" (nach Kant - Meditation)

Warm und hell in den Sonnenstrahlen

"Staub bist du, und du kehrst zum Staub zurück" - mit diesem Wort beginnen wir Christen die Fastenzeit. Unsere Erde entwickelte sich fast gleichzeit mit der Sonne aus einer riesigen Staub- und Aschenwolke in der Milchstraße. Etwa eine Milliarde Jahre lang brauchte es, bis sich diese aus fast nichts mit anderem Staub zur Größe unserer Sonne entwickelte und durch Gravitation enorm verdichtete.

Im Zentrum erhitzte sich diese einige Millionen km große Wolke durch gravitativen Druck auf ca. 17 Millionen Grad. Dadurch setzten dann vor 4,5 Milliarden Jahren allein den Naturgesetzen zufolge die Fusionsexplosionen der Atome ein - nach Albert Einsteins Formel "Energie ist gleich Masse mal Lichtgeschwindigkeit zum Quadrat" ( E = m . c  2 ).


Zum Vergleich - die Atombombe von Hiroshima verwandelte nur 1 g der Masse zu Energie in tödliche Strahlung, wie wir wissen. In der Sonne nun werden pro Sekunde 4,3 Milliarden Tonnen Materie (4.300.000.000.000.000 Gramm - ein Gramm in Hiroshima!) in Energie verwandelt. Im Sommer reicht dies für uns trotz der großen Entfernung noch gut zu einem Sonnenbrand, zum Glück nicht weniger oder mehr. Und so leuchtet die Sonne seit 4,6 Milliarden Jahren, und wird sicher noch solange leuchten, bis das letzte Brennmaterial in etwa 6 Milliarden Jahren das Licht erlöschen lässt.

 


 M E D I T A T I O N

Gehen Sie hinaus ins Freie und fühlen sie die Sonnenstrahlen auf ihrer Haut - trotz der fast 150 Millionen km zur Sonne. Und dies immer und jeden Tag - und ganz gratis!

Wenn trübes Wetter ist, wenn Ihnen mulmig zumute ist, gehen Sie doch ins Freie hinaus. 
 

Das Licht enthält auch unter Wolken noch unzählbar viele  Sonnenstrahlen (Photonen) für Sie ganz allein. Dabei vergehen die Sonnenstrahlen bzw. Lichtteilchen (Photonen) auf Ihrer Haut und Sie sehen, wie der Schatten aus den erhobenen Händen entweicht, suchen Sie dadurch die liebe Sonne. Und wenn es ganz finster wird in dunkelster Nacht, bewahrt uns die Sonne doch vor der Kälte von minus 300 Grad Celsius im Weltenraum. Wie warm wird es dann in Ihrem Herzen sein!
 

Und jetzt glauben Sie mir: die Sonnenteilchen (Photonen, bzw. Wellen) auf Ihrer Haut wurden vor vielen Tausend Jahren (10.000 bis 170.000 Erdenjahre)) im Innersten der Sonne gebrütet. Dieser Kern innerhalb der Sonne hat eine so große Dichte, dass die Fallbeschleunigung 220 mal größer ist auf der Erde. Die heißgebackenen Teilchen fliegen mit Lichtgeschwindigkeit herum, aber stoßen sich überall an Materie und brauchen diese vielen Jahre, um irrend zur Oberfläche der Sonne zu gelangen - dann sind sie (einige von ihnen!) in gut 8 Minuten bei Ihnen. Sie haben durch diese Irrwege innerhalb der Sonne viel Energie verloren und sind genau richtig warm für uns. Und schließlich denken Sie - heute, jetzt im Augeenblick, werden jene Unmengen Photonen auf die Reise geschickt, die in 10.000 bis 170.000 Jahren die Menschen wärmen und bräunen werden - schicken Sie ihnen doch viele Grüße mit!

 

Ende der Welt - Szenarios

Apokalypse – ohne Gottes Finger dazwischen

"Gott hat die Welt erschaffen" – aber wir haben nicht seine Augen, um das so zu sehen. Wir sehen es mit den Augen der Menschen. Mit den Augen der Bibel vor über 6000 Jahren, in sechs Tagen – und am siebten Tag ruhte Gott, weil alles so gut war.

Mit den Augen der Astrophysiker entstand der Kosmos vor 13,82 Milliarden Jahren. Im Urknall entstanden Raum und Zeit sowie Materie (austauschbar als Energie). Berühmt wurde eine Rede von Papst Pius XII. mit seiner Deutung: „Das war wohl der Schöpfungsakt Gottes“. Die Kosmologen heute sehen das anders: Eine Entstehung des Kosmos rein aus naturgesetzlichen Bedingungen ist möglich und wohl auch in unserem Fall wahrscheinlich.

Ein Ende der Welt wird nicht erst durch einen Spezialeingriff Gottes geschehen. Also nicht durch ein Jüngstes Gericht, auch nicht durch Platzzuweisung in Himmel oder Hölle. Die Apokalypse der Erde ist vielmehr natürlich vorgesehen, alles Geschaffene hat einen natürlichen Anfang und ein natürliches Ende.

Richtig gesagt: der Anfang entwickelt sich aus Gewesenem und das Ende ist Übergang in Zukünftiges.
Dies geschieht naturhaft und nicht durch je spezielle Wunder Gottes, sondern innerhalb der Naturgesetze durch das einzige Weltwunder des innewohnenden allmächtigen ewigen Gottes.


Irischer Friedhof Clonmacnoise
Clonmacnoise - Friedhof in frühchristlichem Kloster in Irland

Friede - Ruhe - Licht  (requies aeterna - lux perpetua - in pace)

 

Die Wissenschaft rechnet und sieht dadurch weit voraus. Wie sie den Anfang unserer sichtbaren Welt vor 13,8 Milliarden Jahren errechnete, die Entstehung unserer Sonne und der Planeten aus einer Staub- und Gaswolke vor 4,5 Milliarden Jahren, so gibt es wissenschaftliche Aussagen für das Ende (bzw. den Übergang in neue Formen).

 Für die Erde ist das Ende des Lebens durch den Hitzetod schon in etwa 500 Millionen Jahren sicher. Durch natürliche Prozesse innerhalb der Sonne erhitzt sich diese, sie wächst im Umfang und verändert dann das Klima auf der Erde (auch ohne selbstgemachte Erderwärmung durch die Menschen). Die Temperaturen werden im Mittel auf über 50 % Celsius steigen, dann kann Leben nur mehr innerhalb tiefer Felsenhöhlen und auf dem Meeresgrund existieren. Wenn aber auch die Meere verdunsten und später die Gesteinsschichten zu Lava schmelzen, hat die Phase des menschlichen Lebens auf diesem Planeten länst aufgehört - ohne Erinnerung.

Und vergessen wir nie – der Mensch selber könnte schon vorher die Erde zerstören. Z.B. Overkill – 1000 kg Trinitrotoluol Sprengstoff für jedes „menschliche Objekt“ gibt es heute, auch noch nach der Abrüstung seit 1960. Sind wir wirklich vor Idioten oder Verbrechern an der Zündschnur von Atombomben sicher, auch noch für Jahrmillionen? Es gibt auch noch die Tatsache der menschlich verursachten Klimaerwärmung, die Gefahr biologischer Katastrophen, die Gefahr von Weltkriegen und Hungersnot-Migration ganzer Völker, die Verschiebungen ganzer Erdteile u. dgl.

Es gibt auch kosmisch sichere Szenarien für das Weltende, z.B. den langsamen Zusammenstoß unserer Milchstraße mit der Galaxie Andromeda in etwa 3,5 Milliarden Jahren. Oder in 5 Milliarden Jahren wird die Sonne riesengroß aufgebläht, verschluckt die drei inneren Planeten (Merkur, Venus, Erde), endet dann als Weißer Zwerg – und aus ihrem Staub werden einmal neue Sterne geboren.

 

Leben auf anderen Planeten?

Tausendfach gewiss - aber es hilft uns nichts:

Sie sind zu weit weg - Millionen Lichtjahre!


Die Milchstraße hat 300 Milliarden Sonnen, die meisten mit Planeten, davon sicher unzählige in habitabler Zone und der Erde vergleichbar. Solcher Galaxien gibt es aber nach realistischen beobachtbaren Schätzungen insgesamt 130 Milliarden! Wenn sich auf diesen unzähligen Planeten Lebensbedingungen über etwa 2 bis 4 Milliarden Jahre vorfinden wie auf unserer Erde, entwickelt sich naturgemäß Leben, da braucht es keinen speziellen Schöpfungsakt Gottes mehr. Solches Leben wird sicher ganz anders sein, aber biologisch lebendig in wunderbarer Evoltion, mit Seele und Geist bereichert und zu unglaublicher Kreativität und Sozialisation fähig. Daran kann wohl kein Zweifel bestehen.

Doch was bedeutet das für uns Menschen? Nichts! Denn wenn wir auch einmal etwas erfahren und wissen können, eine Begegnung ist unmöglich. Die Distanzen im Weltall sind einfach zu groß.

Schon der nach der Sonne nächste Stern Proxima Centauri (mit einem habitablen Planeten!) ist mehr als vier Lichtjahre von uns entfernt. Selbst Licht benötigt also vier Jahre, um diese Strecke zu überbrücken. Die schnellste SMS braucht also acht Jahre hin und zurück! Raumschiffe werden aber niemals die Geschwindigkeit des Lichts auch nur annähernd erreichen, weil der Energieaufwand dafür nach Einsteins Relativitätstheorie unendlich groß werden würde. Ein Raumschiff mit einem Tausendstel Lichtgeschwindigkeit (also 300 km/sec – das bisher schnellste Raumschiffgeschwindigkeit "Pluto-Sonde" fuhr mit 16 km/sec) würde hin und zurück über 8.000 Jahre brauchen – alle Träume sind da ausgeträumt! Denn vergessen wir nicht: wir sind da ja noch immer innerhalb unserer Milschstraße, die von einem Ende bis zum anderen ganze 100.000 Lichtjahre groß ist.
 


Leben auf Exoplaneten - Trappist-1
 

Als die "Sieben Schwestern der Erde" wurden die sieben Exoplaneten des roten Zwergsterns Trappist-1 bekannt. Von der NASA am 22.02.2017 geheimnisvoll verkündet, von den Massenmedien emporgejubelt, von Fachleuten eher kühl wahrgenommen.

Die Planetenbahnen sind eng beisammen, lediglich drei mittlere Planeten liegen in habitabler Zone. Die Rotation ist an die kühle, kleine Sonne gebunden, also zeigt immer dieselbe Halbkugel hin zum Hauptstern (wie beim Mond um die Erde). Spuren von einfachstem Leben wären höchstens innnerhalb der immer gleichbleibenden Tag-Nacht-Grenzen möglich. Sonst herrschen ja entweder ständige sengende Hitze oder eisige Kälte mit einem entsprechend turbulenten Augleichs-Klima.

Die Entfernung des Planetensystems Trappist-1 wäre lediglich 40 Lichtjahre - aber schon ein Funkspruch Erde-Trappist-Erde wäre 80 Jahre unterwegs. Die bisher schnellste Raumsonde brauchte für Hin und Zurück sogar 800.000 Erdenjahre!

Wir Menschen werden niemals außerirdischen Wesen begegnen!
 

Auch der Kosmos insgesamt ist nicht ewig

Es gibt verschiedene Endszenarien. Das Weltall wird sich immer schneller ausbreiten und in Kälte und Nichts enden, oder vielleicht zieht es sich wieder zusammen zu einem neuen Urknall. Oder es gibt jetzt schon unzählige Welten simultan, ein Multiversum - das unsere wäre nur eines von unendlich vielen. Die wissenschaftliche Kosmologie kann hier noch viele Erkenntnisse bringen.

Eines wird immer deutlicher und könnte mit Wehmut und Angst erfüllen: der Mensch ist nicht der Mittelpunkt der Welt. 60 % der gebildeten Menschen stellen sich immer noch die Sonne als Mittelpunkt des Kosmos vor, nach 500 Jahren seit Kopernikus wohl wissend, dass sich die Erde um die Sonne dreht (eigentlich drehen sich beide laut Gravitationsgesetz umeinander!). Aber auch das Sonnensystem ist verloren in den Weiten des Kosmos, z.B. umkreist es das Zentrum des Milchstraßensystems in einem Abstand von 25.000 bis 28.000 Lichtjahren mit einer Geschwindigkeit von 270 km/sec und braucht für eine einzige Umrundung etwa 240 Millionen Jahre. Da wird wohl jeder Mensch klein wie eine Ameise im Wald, die sicher nicht von Wolkenkratzern und Weltraumraketen träumen kann und will.
 

Herr, unser Herr, wie gewaltig ist dein Name auf der ganzen Erde.
Du hast deine Hoheit gebreitet über den ganzen Himmel.

Sehe ich den Himmel, die Werke deiner Finger,
Mond und Sterne, die du befestigt:
Was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst,
des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst?

Du hast ihn als Herrscher eingesetzt über die Werke deiner Hände.
Herr, unser Herr, wie gewaltig ist dein Name auf der ganzen Erde!


Aus Psalm 8 - seit zweieinhalb Jahrtausenden aus der Bibel gesungen und gebetet