Du suchst  Stille
und Meditation?

Trauer - erlebt

Du erlebst  Bild
und Wort.
 November 2021

Dem Auge so fern, dem Herzen so nah!


Sterben - wohin gehen wir?
Als sein Leben erfüllt war,
nahm der Herr ihn
liebevoll zu sich. (Totenbildchen)

Der Tod kommt immer zu früh,
auch wenn man ihn erwartet hat.

Wir haben mit dir so Vieles verloren,
aber nicht die gemeinsam verbrachte Zeit.

Wir müssen die Hände loslassen,
doch niemals den Menschen.

Man sieht die Sonne langsam untergehen,
und erschrickt doch,
wenn es plötzlich dunkel ist.
(Franz Kafka)

 
Bilder für Trauer Tod
 
Was man tief in seinem Herzen besitzt,
kann man auch durch den Tod nicht verlieren.
(Johann Wolfgang von Goethe)
 
Wir weinen, weil wir sie verloren haben,
und sind doch froh, dass wir sie noch haben.
 
"Geboren zum Sterben,
gestorben zum Leben"
Auf dem Sterbebild eines Kindes
 
 
 

 

Arnold Böcklin - Die Toteninsel III (1883)

  Das Monatsbild November: 

Toteninsel - Böcklin
Dieses Bild  lädt zu Stille ein, jedes Wort würde stören,
nicht einmal der letzte Ruderschlag vor dem endgültigen Ziel ist zu hören.
Jede Bewegung erstarrt vor dem Augenblick des Todes:
eine geheimnisvolle Frau rudert die Seele der Toteninsel zu.

klick > Böcklin - Toteninsel

Kinder im Friedhof

Grabinschriften


Wer im Gedächtnis seiner Lieben lebt, ist nicht tot, er ist nur fern. Tot ist, wer vergessen wird. 
Immanuel Kant

Auferstehung ist unser Glaube, Wiedersehen unsere Hoffnung, Gedenken unsere Liebe. 
Augustinus

Ich bin von Euch gegangen, nur für einen kurzen Augenblick und gar nicht weit.
Wenn Ihr dahin kommt, wo ich jetzt bin, werdet Ihr Euch fragen, warum Ihr geweint habt.   
Lao Tse

Die Blume kehrt wieder zur Wurzel zurück.   
Zen-Weisheit

Einschlafen dürfen, wenn man müde ist, und eine Last fallen lassen, die man sehr lange getragen hat,
das ist eine wunderbare Sache.  
Hermann Hesse

Du bist nicht mehr da, wo du warst – aber du bist überall, wo wir sind.   
Viktor Hugo

Mit dem Tod eines geliebten Menschen verliert man vieles, niemals aber die gemeinsam verbrachte Zeit.
Voksmund  

Leben und Tod sind eins, so wie der Fluss und das Meer eins sind. 
  
Khalil Gibran


Der Sinn des Lebens ist das Leben selbst,
welches jedoch nicht im Mutterleib beginnt
und nicht im Grabe endet. 
Khalil Gibran


Ich glaube an die Sonne,  
     auch wenn sie nicht scheint.
Ich glaube an die Liebe,  
     auch wenn ich sie nicht spüre.
Ich glaube an Gott,  
     auch wenn ich ihn nicht sehe. 

                       Inschrift im Warschauer Ghetto

 

Trauerstimmung

leben -
    wachsen -
          lernen -
                lieben -
                      lachen -
                            weinen -
                                  sterben -
                                          -  leben

 

Für mich als Priester zum bewegendsten Beispiel dafür wurde ein einfacher italienischer Maurer, den ich nach dem Tod seiner Frau besuchte. Er war beim Holzhacken daheim, lud mich in die Küche seines einfachen Hauses. Es wäre Sonntagabend im Krankenhaus gewesen, Sohn und Tochter waren nach Hause gegangen. Da schaute die sterbens-schwache Frau ihn lange an und sagte leise: „Mettimi dritte le gambe, fammi ancora una volta bella (Leg mich gerade hin, mach mich noch einmal schön)." Dann saß er still bei ihr, Hand in Hand, in beredtem Schweigen. Das Atmen fiel ihr schwer, das Herz war müde – da sagte sie ruhig: „Grazie di tutto, scusa di tutto, ci rivedremo (Danke für alles, entschuldige alles, wir werden uns wiedersehen)!“ Der letzte Atemzug, sie hauchte ihn aus, es war und blieb so still, sie war gestorben. Ein schöner Tod, ich bin heute noch davon bewegt. Ich könnte heute noch die Holzhütte, den Hackstock, die Küche zeichnen, ich höre heute noch die ruhige Stimme - sehe seine Tränen. Er hilft mir oft beim Beten:
"Ich glaube an Gott und das ewige Leben,
Amen, così sia - so soll es sein!"

  
Bild und Wort eines Freundes



"Ein Hauch von Veränderung
ergreift die Welt"


ERICH RAINER - Neumarkt an der Etsch
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