5 Station - Simon von Kyrene hilft Jesus, das Kreuz tragen

Helfen müssen, helfen dürfen – ein Kampf der Gefühle. 
Das erste Zupacken ist am schwersten, wie immer!

Dann geschieht das Wunder:  
Simon hilft zuerst dem Menschen Jesus, dem geschundenen, 
dann tragen sie gemeinsam wie Brüder das Kreuz.

Straßenkinder werfen Steine - von den Großen haben sie es gelernt. 
Alle schlagen und beißen den Letzten, den Schwächsten. 
Die Steine treffen Simon gleich wie Jesus.

Christus aber wird durch sein Kreuz  die Kraft aller, die Kreuz tragen. 
Helfen heißt, mit anderen das Kreuz tragen. 
Die Zeit der Hoffnung ist angebrochen, 
eine bessere Welt entsteht und lässt Wunden heilen.  
 

 

Wir beten dich an, Herr Jesus Christus, und preisen dich,

denn durch dein Kreuz hast du die ganze Welt erlöst.

 

6. Station - Veronika reicht Jesus das Schweißtuch

Veronica  –  vera  Icona: nicht von Menschenhand gemaltes Bildnis Christi, 
sondern wahrhaft ursprünglich und ohne Fehler, original Jesus Christus selber leibhaftig.

Veronika erwies Jesus einen kleinen, intimen Dienst,
und als Belohnung erhielt sie den Herrn selbst in seinem wahren Blut und Bild. 
Blut, Schweiß und Staub als Abdruck auf dem Linnen, 
doch ein gütiges Antlitz mit schönen Augen 
und mit einem Mund, der von nun an tröstend zum Herzen der Frau sprechen wird.

„Das nicht von Menschenhand, sondern
das von Gott geschaffene Bildnis des wahren Menschseins, 
anerkennend verehren wir es, indem wir es mit Andacht küssen.“ 

(Ostkirche, Hymnus zum Fest des Mandylion)
 

 

Wir beten dich an, Herr Jesus Christus, und preisen dich,

denn durch dein Kreuz hast du die ganze Welt erlöst.

 

19. Staton - Jesus tröstet die weinenden Frauen

Weinende Frauen aus Jerusalem, Tränen in Strömen und lautes Schluchzen, 
Mitleid, Angst, Verzweiflung. 

„Wenn das am grünen Holz geschieht, was wird dann erst mit dem dürren sein?“

Jesus, Freund der Kinder und weinenden Frauen, Freund aller, die ohne Namen sind in dieser Welt:
er tröstet alle, die von Herzen trostlos sind.

Der Schatten des Kreuzes fällt auf die Häuser von Jerusalem, 
es werden Tage kommen, da Berge von Leid über sie fallen.

Auch heute weinen Frauen mit ihren Kindern, es bricht Unheil herein, Druck und Gewalt,
und ganze Völker sind in Not:

Herr Jesus Christus, erbarme dich unser.

 

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