15. Station - Jesus ruht im Grabe


Ohne große Worte und Gebete wird der Leichnam Jesu ins Grab gelegt,

in höchster Eile, in größter Aufregung, provisorisch in ein geliehenes Grab.
Leinenbinden, Salböl, Rollstein und Totenlampe - 
erst nach dem Paschafest kann dies alles richtig geschehen.

Zeit und Raum halten inne, Totenruhe, Grabesstille. 
Doch in der Mitte der Nacht beginnt der neue Tag, 
Morgenrot und Hahnenschrei kündigen ihn an.
 

"Heiliger Gott! Heiliger starker Gott! 
Heiliger, Unsterblicher, erbarme dich unser!"
Ostkirchen

 

 

Wir beten dich an, Herr Jesus Christus, und preisen dich,

denn durch dein Kreuz hast du die ganze Welt erlöst.
 

 

15. Station - Jesus ist vom Tod erstanden

Wo es am finstersten ist, in der Höhle, im dunklen Grab,
im Schoß der Erde wird neues Leben geboren. 

Das Firmament erglüht im Morgenrot, Himmelslicht fällt auf die Berge 
und neue Blumen wachsen wie im Paradies.

Der Wächter schläft, die Frauen staunen. 
Der Engel hat den Rollstein versetzt. 
Der Botenstab des Allerhöchsten und das Diadem im Haar 
geben dem Engel Vollmacht, aller Welt zu verkünden:
 

„Christ ist erstanden von den Toten, 
im Tode bezwang er den Tod 
und schenkte den Entschlaf'nen das Leben.“  

Oster-Troparion in der Ostkirche