10. Station - Jesus wird seiner Kleider beraubt

Kleider, Haut und Haare, der Leib mit allen Sinnen, 
die Seele mit Gemüt, Gefühl und Liebe: 
erniedrigt, gedemütigt, geschunden und zertreten, 
schamrot und gnadenlos.

„Er war wie Gott, hielt aber nicht daran fest, wie Gott zu sein,
sondern entäußerte sich und wurde wie ein Sklave, 
den Menschen gleich. 
Sein Leben war das eines Menschen.“

„Er erniedrigte sich und war gehorsam bis zum Tod, 
bis zum Tod am Kreuz. 
Darum hat Gott ihn über alle erhöht, 
und ihm den Namen verliehen, der größer ist als alle Namen.“ 
(Phil 2,6-9)

 

 

Wir beten dich an, Herr Jesus Christus, und preisen dich,

denn durch dein Kreuz hast du die ganze Welt erlöst.

 

11. Station - Jesus wird an das Kreuz geschlagen

 
 

O du mein Volk, was tat ich dir? Betrübt ich dich? Antworte mir!

Ägyptens Joch entriss ich dich, du legst das Kreuzesjoch auf mich.

Ich führte dich durch vierzig Jahr und reichte dir das Manna dar;
das Land des Segens gab ich dir, und du gibst mir das Kreuz dafür.

Pflanzt dich als meinen Weinberg an, und du gibst bittern Essig mir,
durchbohrst des Retters Herz dafür.

Der Heiden Macht entriss ich dich, du übergibst den Heiden mich.

Ich nährte in der Wüste dich, und du, du lässt verschmachten mich;
gab dir den Lebensquell zum Trank, und du gibst Galle mir zum Dank.

Ich schlug den Feind, gab dir sein Land, doch grausam schlägt mich deine Hand.

Das Königszepter gab ich dir, du gibst die Dornenkrone mir.
Ich gab dir Gnaden ohne Zahl, du schlägst mich an des Kreuzes Pfahl.

 

Impropérien Karfreitag, Totenklage, Gotteslob 826
 

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