Gautama Siddhartha Shakyamuni
Buddha's  Erwachen


Buddha der Erde Zeugnis
 

Junger Buddha  „Der Erde Zeugnis“


Klassische Buddha-Statue aus Burma, Marmor mit Farbspuren. Gut sichtbar zwei Attribute jeder Buddha-Statue: der Allwissende („Beule der obersten Chakra, des Wissens“) und der All-Anhörende (lange Ohrläppchen). Wohl als roter Punkt gemalt war das dritte Attribut: der Allsehende (das „Dritte Auge“ zwischen den Augenbrauen). Der fröhliche Mund deutet auf das stille, ausgeglichene und frohe „Erwachen“ des Gautama Siddhartha als „Buddha“ hin.

Vollendeter Lotussitz auf einem Kissen, die Linke in Meditationshaltung, mit der Handfläche nach oben. Die Rechte berührt die Erde: dies geschah in der Nacht vor dem „Erwachen“, als Buddha von einem Dämon versucht wurde; er berührte die Erde und sie legte Zeugnis für ihn ab und vertrieb dadurch den Dämon. Die Geste gilt als Anspruch auf die Lehre der Wahrheit im Buddhismus. In derselben Position liegt die Rechte oft meditierend unter der Linken – oder sie ist erhoben in einem lehrenden, segnenden Gestus.
 

Buddhas Leben und Erwachen


Gautama Siddhartha wurde aus dem adeligen Geschlecht der Shakya in Nordindien geboren, genoss eine vorbildliche Erziehung, war mit einer lieben Frau verheiratet und hatte einen Sohn. Er lebte luxuriös in einem Schloss, in dem sein Vater sogar die welken Blätter vom Boden aufheben ließ, damit Gautama nicht auf den Gedanken des Sterbens käme. Doch bei einem Ausritt aus dem Schloss begegnete Gautama einem Fieberkranken, einem gebrechlichen Alten und einem Trauerzug mit dem verstorbenen Sohn einer Witwe. Nun wollte er dieser Wirklichkeit des Lebens auf die Spur kommen, sonst könnte er nicht mehr glücklich sein.

In einer Nacht verließ er das Schloss. Er küsste noch einmal die schlafende Frau mit dem Kind und zog in den Wald zu zwei berühmten Einsiedlern. Er meditierte und fastete 7 Jahre, bis man durch seine Rippen hindurchschauen konnte. Dann zog er fort, denn er hatte weder Ruhe noch Zufriedenheit gefunden. Mit 35 Jahren wurde ihm unter dem „Bodhi-Baum“ das Erwachen geschenkt, das in den vier Wahrheiten und im Achtfachen Pfad besteht.

Er begann ein armes Wander- und Predigerleben, auf dem „Mittleren Pfad“ zwischen Luxus und Askese. Als Wandermönch scharten sich Schüler und Schülerinnen um ihn, denen er in der Sangha eine feste Lebensordnung gab. Dabei sprach er vor Menschen aller Gesellschaftsschichten, vor Königen und Bauern, Brahmanen und Ausgestoßenen, Geldverleihern und Bettlern, Heiligen und Räubern. Die Unterscheidungen der Kasten-Ordnungen oder die Verschiedenheiten der sozialen Gruppierungen erkannte er nicht an. Der Weg, den er lehrte, stand allen Männern und Frauen offen, die bereit waren, ihn zu verstehen und zu gehen.

 

 

Dalai Lama als Kultfigur

Der Dalai Lama - im Westen die Identifikationsperson für Tibet und den tantrischen Buddhismus. Hochgeschätzt als religiöser und politischer Führer, als heiliger Mann, als Diplomat, als Held und als „tibetischer Gandhi“ - aber er selbst möchte am liebsten als „einfacher buddhistischer Mönch" anerkannt werden - "nicht mehr und nicht weniger".

 



80-jährig bricht der Buddha zu seiner letzten Reise auf. Er wird begleitet von Anhängern, die seinen Lehrreden lauschen. Kurze Zeit vor seinem Ableben nimmt er schweigend eine Lotosblume in die Hand. Sein Lieblingsschüler versteht und lächelt. Daraufhin erklärt Buddha, all seine Weisheit und sein Geist seien nun auf diesen als Nachfolger übergegangen. Damit wurde das Rad der Buddha-Lehre in Bewegung gesetzt. Gautama Buddha aber ging lächelnd in das Nirwana ein mit den Worten: „Wohlan denn, ihr Mönche, lasst euch gesagt sein: schwinden muss jede Erscheinung, unermüdlich möget ihr kämpfen.“ Nach der Überlieferung war es das Jahr 480 v. Chr.

 

Die vier Edlen Wahrheiten


1.  Das Leben im Kreislauf des Daseins ist leidvoll und unbefriedigend.

2.  Die Ursache des Leidens sind Gier, Hass und Verblendung (Illusion, Nichtwissen).

3.  Erlöschen die Ursachen, erlischt auch das Leiden.

4.  Der „Edle Achtfache Pfad“ führt zum Erlöschen des Leidens.



Der Edle Achtfache Pfad


1. und 2. Gruppe:  Weisheit.
Rechte Erkenntnis und Gesinnung.

3. bis 5. Gruppe:  Sittlichkeit.
Rechtes Reden und Handeln, Lebenswandel.

6. bis 8. Gruppe:  Vertiefung.
Rechtes Streben, Achtsamkeit, Sammlung (Meditation).

 

 


Die dreifache Zuflucht
 

Bekenntnis eines Buddhisten: „Ich nehme Zuflucht
zum Buddha, zum Dharma und zur Sangha.“ 

 

Buddha ist Gautama Siddhartha als Erwachter. Buddha wird auch jeder genannt, der die dauerhafte Erfahrung des Erwachens und der Erleuchtung erreicht.

Dharma ist das von Buddha erkannte Daseins- und Lebensgesetz des Kosmos (Vier Edle Wahrheiten).

Sangha ist die Gemeinschaft der Glaubenden und vor allem der Mönche und Nonnen als Rückgrat der Tradition.


 

Ich, Bernhard Frei, nehme meine Zuflucht

zu Jesus                  -  Buddha
zum Evangelium      -  Dharma
zur Kirche                
-  Sangha
 

Als Christ wage ich diese Übertragung von Buddha/Dharma/Sangha, es sind die drei Juwelen meines christlichen Glaubens. 

Jesus ist in mir bei der Taufe erwacht. Ihm ähnlich werden, das ist Erwachen und Erleuchtung für mich. 

Das Evangelium mit den acht Seligkeiten ist mir Lehre, Gesetz, Recht und Sitte. 

Die Kirche ist meine Gemeinschaft von gläubigen Brüdern und Schwestern, meine geistliche Mutter und Lehrerin.